Jahresrückblick 2013

Vertraten die TGW-Leichtathletik mit ausgezeichneten Leistungen: h.v.l.: Jan Hoffmann, Thomas Deufel, Bruno Vornberger, v.v.l.: Marlon Schramm, Lance Amrehn, Fabian Müller, Sebastian Böck, Samuel Aßmann
Gastredner Hartmut Weber (Kamen, 400m-Europoameister von 1982, PB: 44,72 sec.) bei seinem Vortrag: Deutsche auf der Viertelmeile - eine kopflastige Erfolgsbilanz
Mit dem Franz Amberger-Jugendpokal ausgezeichnet, der bayer. A-Jugend-Meister über 400m und 7. der dt. Jugendmeisterschaften - Samuel Aßmann, v.l. Trainer Hermann Biedermann, Samuel Aßmann, Ehrenvors. Franz Amberger
Wurden für langjährige TGW-Mitgliedschaft geehrt: v.l.: Bernd Hellbach (50 J. Mitgliedschaft), Wolfgang Zirkelbach (60), Boris Frischholz (25), Robert Keppner (40), Alfred Langenbrunner (65)
Abteilungsleiter A. Langenbrunner und TGW-Vorstand H. Cymara bei der Übergabe des Steff-Hofmann-Pokals an den deutschen Seniorenmeister im Speerwerfen, Jan Hoffmann
Erfolgreich für die TGW-LA: v.l.: Samuel Aßmann, Jan Hoffmann, Tim Beyer, Sebastian Böck, Martin Beck, Paul Markstädter, Lance Amrehn, Kilian Weiß, Bruno Vornberger, Niklas Wiethoff, Tobias Sauer, Kaja Bogaschewsky, Philip Finsterwalder, Lisa Zakrotzky.

Erfolgreiche Senioren

Liebhardt gewinnt Silber und Bronze bei der EM

Würzburger Behindertensportlerin überzeugt bei den Titelkämpfen auf der Insel

 

Mit zwei Medaillen im Gepäck ist die Würzburger Behindertensportlerin Franziska Liebhardt hochzufrieden von den Europameisterschaften des internationalen paralympischen Komitees aus dem walisischen Swansea zurückgekehrt. Knapp 600 Athleten aus 37 Nationen hatten sich im Lauf der vergangenen Saison für die kontinentalen Titelkämpfe qualifiziert, der deutsche Kader reiste mit 33 Athleten an. Am Ende lag Deutschland hinter Russland, der Ukraine und Gastgeber Großbritannien im Medaillenspiegel mit insgesamt 46 Mal Edelmetall (14 Gold-, 17 Silber-, 15 Bronzemedaillen) auf einem guten vierten Rang.

Training bei Steffi Nerius

Optimal vorbereitet und hoch motiviert war Liebhardt nach Swansea gereist. Mehrfach hatte die 32-jährige Würzburgerin in diesem Jahr im Kugelstoßen bereits Podestplätze bei internationalen Weltcup-Meetings erkämpft, darunter in Dubai, der Schweiz und Berlin. Noch im Juni hatte sie in Leipzig die Kugel auf eine neue Weltjahresbestleistung gestoßen. Kurz vor der Abreise nach Swansea war Liebhardt, die in Würzburg bei Harald und Jutta Büttner von der Turngemeinde Würzburg trainiert, noch zur unmittelbaren Wettkampfvorbereitung für zehn Tage ins brandenburgische Bundesleistungszentrum Kienbaum gereist, um dort von Bundestrainerin Steffi Nerius und den Sportphysiotherapeuten des deutschen Teams noch den letzten Schliff zu bekommen. Nichts sollte dem Zufall überlassen bleiben, eine Medaille im Kugelstoßen war klare Zielvorgabe.

Zurücklehnen konnte sich die 32-Jährige trotz ihrer konstant guten Kugelstoß-Vorleistungen in dieser Saison aber nicht. Im Finale der Frauen in der Startklasse F 37 waren unter anderem die drei Führenden der aktuellen Weltjahresbestenliste am Start. Eva Berna aus Tschechien hatte sich bereits in der laufenden Saison als sehr konstante, starke Stoßerin gezeigt, sie hält den Europarekord und hatte kurz vor Swansea Liebhardt noch von der Spitze der Weltrangliste auf Rang zwei verdrängt. Sie setzte sich schließlich auch in Swansea durch und gewann mit erneutem Europarekord von 11,01 Metern Gold. Franziska Liebhardt kam mit einer ordentlichen Weite von 10,66 Metern auf Rang zwei und setzte sich damit noch im vorletzten Versuch knapp gegen die Weltranglistendritte Irina Vertinskaya aus Russland durch, die mit 10,49 Metern auch in Swansea Dritte wurde.

Überraschung im Weitsprung

Zwei Tage später dann die Überraschung im Weitsprung, eigentlich nur Nebendisziplin der Würzburgerin: Hier sicherte sich Liebhardt mit einer neuen deutschen Rekordweite und persönlicher Bestleistung von 4,34 Metern die Bronzemedaille hinter dem favorisierten Duo Anna Sapozhnikova (4,46 Meter) und Zhanna Fekolina (4,42 Meter) aus Russland. Überraschend deshalb, weil in der Vorbereitung der Schwerpunkt doch vor allem auf Liebhardts Paradedisziplin, dem Kugelstoßen, gelegen hatte.

Mit den Europameisterschaften ist die diesjährige Freiluftsaison beendet. Vier Wochen Trainingspause gönnt sich Liebhardt jetzt, ehe sie ins Wintertraining einsteigen wird.

Erfolgreiche TGW- Senioren bei den Deutsche Senioren-Werfer -5-Kampf- Meisterschaft

Silbermedaille für Hans-Georg Walter und Endkampfplatzierung für Hubert Scheuer

Nach intensiver Vorbereitung machten sich die beiden Oldies mit ihrem Trainer Harald Büttner am 27. September in aller Frühe auf den Weg nach Baunatal.

Im Vormittagsprogramm musste sich Hubert mit 15 gemeldete Konkurrenten messen. Trotz widrigere Umstände (lange Fußstrecken zwischen den einzelnen Wettkampfstätten) erzielte er eine neue persönliche Bestleistung (3050 P.) in der Klasse M75 und landetet damit auf einem guten 7. Platz.

Noch erfolgreicher beschloss Hans-Georg die Nachmittagsveranstaltung in der Klasse M85. Obwohl schon geschlaucht von der langen Wartezeit und den langen Distanzen zwischen den Wettkampforten belegte er einen tollen zweiten Platz.

PS: Drei Wochen nach den „Deutschen“ steigerte Huber seine Bestleistung in Igersheim noch einmal auf phantastische 3325 P. Herausragend dabei sein Ergebnis im Hammerwurf mit 31,40m.

Mathetalent mit flinken Beinen

Quelle: Mainpost (Christian Ammon)

Mathetalent mit flinken Beinen: Deutschhausschüler und TGWler Samuel Anzalone gehört im Rechnen und Laufen zu Bayerns Besten

Schüler ziehen gerne eine klare Trennungslinie: Es gibt da den Nerd, der nichts anderes als seine Mathematikbücher kennt, oder es gibt den Sportlertyp, der es nicht so mit den schulischen Leistungen hat. Bei Samuel Anzalone ist es anders. Der 14-Jährige kann beides: Er gibt Vollgas sowohl in der Hochbegabtenklasse des Deutschhaus-Gymnasiums als auch bei den Läufern der Turngemeinde (TG) Würzburg.

Und auch mit seinen Klassenkameraden kann er. Auch zu Beginn des neunten Schuljahres waren seine beide Erfolge, als Landessieger im Landeswettbewerb Mathematik des Bayerischen Kultusministeriums und die Teilnahme bei den Bayerischen Junioren-Leichtathletik-Meisterschaften wieder Gesprächsthemen.

Das war nicht immer so: In seiner alten, italienischen Schule, der Deutschen Schule in Mailand, wollte nicht jeder seiner Mitschüler akzeptieren, dass der ruhige Junge, der manchmal tief in Gedanken versunken umherläuft, in Mathe deutlich weiter war als sie selber.

Die Familie hat darauf reagiert. Ganz bewusst haben sich Samuels Eltern vor etwa zwei Jahren für die Modellklasse im Deutschhaus-Gymnasium entschieden. „Wir hatten uns über Hochbegabtenklassen informiert und da ist uns die Schule in Würzburg aufgefallen“, erzählt die seine Mutter Stephanie Treptau. Den Aufnahmetest bestand Samuel mit 99 Prozent richtiger Antworten problemlos.

Am Deutschhaus fühlte sich der aufgeweckte Junge von Beginn an wohl: „Wir haben hier ähnliche Interessen und Hobbys, die Themen gehen uns nie aus“, erzählt er. Kein Wunder, bei einem Gymnasium, von dem insgesamt zwölf etwa gleichaltrige Schüler an der Hauptrunde des Landeswettbewerbs Mathematik teilnahmen. Da stört sich keiner daran, dass er in Mathematik-Aufgaben, die bei vielen Schülern Fluchtinstinkte auslösen würden, „Rätsel“ erblickt, die es „spielerisch“ zu lösen gilt. Auch wenn dafür Beweise nötig sind, die in seiner Jahrgangsstufe noch gar nicht zum Schulstoff gehören.

Doch von wem hat er das? Er weiß es selber nicht. Der Vater ist Italiener, versteht die Aufgaben schon rein sprachlich nicht. Und die Mutter? Die ist Deutsche, aber: „Nein, nein, die hat kein Talent für Mathematik“, schüttelt Samuel den Kopf und lacht. Aufgewachsen ist der Junge in Italien. Durch den Umzug an den Main wurde die Familie getrennt: Samuel, seine Mutter und sein Bruder Vinzenz, der die sechste Klasse des Röntgen-Gymnasiums besucht, wohnen in der Sanderau, der Vater in Mailand, wo er eine Firma für Werbefilme führt. „Das ist natürlich nicht ganz einfach“, erzählt die Mutter. „Aber wir versuchen, damit klarzukommen und nutzen jede Gelegenheit, um uns zu sehen.“ Im Gespräch mit Samuel ist zu spüren, dass ihm die regelmäßigen Jogging-Runden mit dem Vater fehlen. Immerhin gab es zuletzt sechs Wochen gemeinsamen Urlaub.

Einen gewissen Ausgleich bietet da der Sportverein, die TG Würzburg: „Hier ist eine Super-Atmosphäre, jeder einzelne wird akzeptiert und gefördert“, erzählt Samuel. „Da macht es richtig Spaß, alles zu geben.“ Gerade beim Staffellauf kommt es darauf an, dass nicht nur jeder Läufer alles gibt, sondern sich auch blind bei der Übergabe des Stabs mit einem Mannschaftskameraden versteht. Schule und Verein erscheinen plötzlich gar nicht mehr so weit voneinander entfernt, sind es doch die gleichen Methoden, die Talent in Leistung verwandeln. Samuels Mathematik- und Sportlehrerin Andrea Stamm fühlt sich bestätigt: „Ich freue mich besonders, weil Samuel die weit verbreitete Meinung widerlegt, dass Mathematiker alle Nerds sind, die sonst keine Hobbies haben.“

Noch kurz vor dem Ende des vergangenen Schuljahres hat Samuel seiner Doppelbegabung bei zwei Wettkämpfen unter Beweis gestellt, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Beim Landeswettbewerb Mathematik war er einer von nur zwanzig Teilnehmern, die 12 von 12 Punkten erreichten. Nur wenige Tage später läuft er bei der Bayerischen Meisterschaft persönliche Bestzeit mit hervorragenden 12,68 Sekunden auf 100 Metern. „Es war für mich eine Riesenüberraschung, dass er mit seiner kaum geübten Lauftechnik unter 13 Sekunden laufen kann“, sagt Hermann Biedermann, der ihn seit etwa einem Jahr trainiert. „Macht er so weiter, ist von dem Jungen noch einiges zu erwarten.“ Vor allem zählt aber eines, wie Hermann Biedermann aus jahrzehntelanger Erfahrung als Trainer weiß: „Es ist bei Samuel zu spüren, dass die Eltern voll dahinter stehen.“

Erfolge auf höchster Ebene

Für sechs Deutsche Meisterschaften qualifizierten sich die TGW-Leichtathleten in der Saison 2013.

Mit einem Paukenschlag wurde das Wettkampfjahr eröffnet. Nämlich Jan Hoffmann sicherte sich im Speerwurf der Sen. M40 bei den Dt. Winterwurf-Meisterschaften in Düsseldorf mit der sehr guten Weite von 53,31 m die deutsche Meisterschaft!

Ebenfalls im Speerwurf erreichte Thomas Deufel im Jahr 2013 bei den Dt. Senioren-Meisterschaften M45 in Mönchengladbach einen guten 4. Platz mit 46,09 m.

Im großen DAMM-Endkampf in Hamburg konnte sich die Seniorenmannschaft M 40 unter den besten acht dt. Mannschaften einen bemerkenswerten 4. Platz mit 9529 Punkten sichern. Ganze 61 Punkte fehlten der Mannschaft bei der Endabrechnung zur Bronze-Medaille.

Die von Trainer Hermann Biedermann ins Rennen geschickten 4x400m-Staffeln:

Göttingen: Junioren (Samuel Aßmann, Martin Beck, Fabian Müller, Sebastian Böck) , Zeit: 3:19,36 min.

Ulm: Jugend A (Samuel Aßmann, Lance Amrehn, Fabian Müller, Marlon Schramm), Zeit: 3:22,04 min.

konnten mit 2 x 6. Plätzen unter Abrufung der Jahresbestleistungen bei den Dt. Meisterschaften glänzen.

Samuel Aßmann war es schließlich vorbehalten, im 400m-Lauf bei den Dt. A-Jugendmeisterschaften in Rostock mit persönlicher Bestleistung von 48,68 sec. und einem 7. Platz im Endlauf für Furore zu sorgen.

6 Bayerische Meisterschaften - hier sei stellvertretend der Titelgewinn bei den Männern in der 4x 400 m- Staffel / Halle in Fürth (Aßmann, Böck, Müller, Beck) mit ausgezeichnet3n 3:25,36 Min. zu erwähnen, der den Hausherren LAC Quelle Fürth in eigener Halle eine empfindliche Niederlage bescherte - dazu 3 Bayerische Vizemeisterschaften und 12 weitere Endkampfplatzierungen (Plätze 3-8) trugen letztlich in der Saison 2013 zu einem erfreulichen Gesamtbild der LA-Abteilung bei.  

 

 

Sportabzeichen

Sportabzeichen für die Freizeitsportler der TGW

Auch im vergangenen Jahr bot die Freizeitsportgruppe der TGW Leichtathleten die Möglichkeit an, das Sportabzeichen zu erwerben. Wie schon in den vergangenen Jahren nutzten viele der Freizeitsportler diese Möglichkeit, sich vielseitig sportlich zu betätigen. Sie wurden mit Urkunden und Anstecknadeln für ihren Fleiß und die guten Leistungen belohnt.

Radtour der Freizeitgruppe

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